Anarchy of Sound Records


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Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco


Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco

Format: CD, LP, Album
Katalognummer: AOS-007a, AOS-007b
EAN: 0761847014017
Genre: Punk
Veröffentlicht: 11.01.2020
Stückzahl LP: 140g, 10 Testpressungen schwarz, 109 Stück Tranparent Gelb, 105 Stück Transparent Purple, 103 Stück Splatter
Stückzahl CD: 1000 Stück

Tracklist:

A1. Exkrement Beton - Hau ab
A2. Exkrement Beton - Keine Therapie
A3. Exkrement Beton - Sag mal wirklich
A4. Exkrement Beton - Königskinder
A5. Exkrement Beton - Nie wieder Alkohol
A6. Exkrement Beton - Arschlecken
B1. AsselTerror - Seelenfänger
B2. AsselTerror - Der Trinker
B3. AsselTerror - Punkrock Ausverkauf
B4. AsselTerror - Rattenschiff
B5. AsselTerror - Geldgeiles Schwein
B6. AsselTerror - Trinkerlied


Brandenburg-Punk vs. Sachsen-Punk oder ebend Rattendisco, so kann man die neue 12 Song-Split-Scheibe auf Anarchy of Sound Records kurz zusammenfassen.
Rotziger Anti-PC-Pogo-Punkrock von Exkrement Beton trifft auf rohen aggressiven Kellerpunk von AsselTerror. Das ganze kommt auf limitiertem Vinyl mit beigelegtem Album auf CD.







Reviews

Blueprint-Fanzine

Deutschland im Jahre 2020. Alle vermeintlichen Punkbands klingen inzwischen wie eine ausgelutschte Kopie von TURBOSTAAT oder haben sich mittlerweile gar dem Deutschrock verschrieben, um identitätssuchenden Jammerlappen die letzten paar Euro aus der Tasche zu ziehen. Kurz gesagt: Deutschpunk, wie wir ihn einst kannten, ist mausetot. Doch halt, was ist denn das?! Zwei unerschrockene Musikformationen schicken sich an, den Deutschpunk dorthin zurück zu bringen, wo er hingehört: Auf die Straße, in die versiffte Kellerkneipe oder zum berühmt-berüchtigten Brunnen auf dem Bahnhofsvorplatz irgendeiner x-beliebigen Kleinstadt. Ihre Namen lauten EXKREMENT BETON und ASSELTERROR, ihre Herkunftsorte liegen irgendwo in Sachsen und Brandenburg. Der Gesang ist räudig, die Akkordfolgen übersichtlich, die Lieder tragen Titel wie "Hau ab", "Rattenschiff" oder "Geldgeiles Schwein". Schon geil, wie der ASSELTERROR-Sänger die Texte in bester SCHLEIMKEIM-Manier rauskotzt. Das weckt Erinnerungen an die ganzen ostdeutschen Schrammel-Bands von irgendwelchen skurrilen Tape-Samplern, die ich mir Mitte der 90er Jahre gelegentlich aufgrund von Fanzine-Kleinanzeigen bestellt habe. Und die VORKRIEGSJUGEND wird auch noch gecovert, wobei hier jedoch kurioser Weise keiner ihrer Klassiker, sondern mit "Punkrock Ausverkauf" ein Stück aus der kurzen Revival-Phase kurz vor der Jahrtausendwende ausgewählt wurde. EXKREMENT BETON sind im direkten Vergleich hierzu etwas melodischer, haben den Fuß dabei aber trotzdem stets auf dem Gaspedal und obendrein eine gewisse Vorliebe für Gitarren-Soli und Stakkato-Riffs. Bei der Wahl ihres Cover-Stückes haben sie sich für die PUNKROIBER entschieden, zudem zollen sich die beiden vertretenen Bands noch gegenseitig mit jeweils einem Song Tribut. In diesem Sinne: Making Deutschpunk a threat again!

Bewertung: 6/10

27. Januar 2020 By Bernd Cramer
Blueprint-Fanzinee



Underdog Fanzine

Exkrement Beton servieren stilechten DeutschPunk: schnörkellos, straight und offensiv. Fies, böse und gemein röhrt der Sound schnell und vorlaut durch die Gassen, die aus Angst leergefegt sind.

"Muddi, hol die Kinders rein, die Punker kommen!" Mit Covern von ihren Split-Kollegen und eines von Punkroiber driftet der von Studentenrock weit entfernte Krach von der Basis in Gefilde mit HEMMUNGSLOSE EROTIK-Flair und Bierdosen-Pogo ab, sodass die Schunkel-Polonaise Fahrt aufnimmt und die tolle Leadgitarrenarbeit ihren Lauf nimmt.
AsselTerror machen ihren Namen aller Ehre und spucken Gift und Galle wie 1986 die Band WKZ. Aus der Zeit gefallen und doch so authentisch wie schimmeliges Brot mit Erdnussbutter. Punk so ranzig und roh, dreckig und abgefuckt wie der Anti-Held im Film Noir, wo die Charaktere zynisch, pessimistisch und düster sind und sich in düsteren Orten wie zwielichtige Spelunken oder verwahrlosten Fabrikhallen aufhalten.
Rattendisco ist Pogo mit Asselcharme und kratzbürstiger Krawall-Verliebtheit.

04. Januar 2020 By Fred Spenner
Underdog Fanzine



Tough magazine

Kurz vor Weihnachten 2019 veröffentlichen die guten Jungs von EXKREMENT BETON und ASSELTERROR mit "RATTENDISCO" eine Split-LP (mit CD-Beilage) auf der jeweils sechs Stücke pro Band zu finden sind. Eine schöne Angelegenheit, denn hier finden wie richtig rotzigen Pogo-Punkrock mit etwas Fun-Punk einer Prise Oi! sowie einiges an lustigen Texten von Exkrement Beton aus Brandenburg an der Havel die sich mit stark nach vorne gehenden, deutlich aggressiveren Kellerpunk von AsselTerror aus Sachsen messen.

Gewinner des Duells?

Eindeutig der Hörer, denn die 32 Minuten Musik gehen mal so richtig in Kopf, Beine und Ohren!

Laut aufdrehen und ab geht die Post mit Stücken wie "Hau Ab", "Keine Therapie" aber auch dem "Arschlecken" Brett.

Da stürzt die Bude ein.

Die Songs passend definitiv zu den bisherigen Veröffentlichungen "Komplett im Arsch", "Eine kleine Scheisse" oder auch "Schön, Stur, Arrogant".

Auch die Band AsselTerror geht richtig gut zur Sache. Zwar sind die Texte etwas schlechter zu verstehen aber insgesamt drücken die Stücke "Seelenfänger", "Der Trinker", "Punkrock Ausverkauf" und natürlich das "Trinkerlied".

Ich muss zusammenfassend sagen, dass ich die Zusammenstellung mag.

Auch wenn der Übergang aufgrund der leicht unterschiedlichen Stilrichtungen und der Stimmlagen der Sänger etwas schwierig ist, macht die Platte auf die Dauer Spaß.

Ganz geiles Teil, was denn da vor Weihnachten auf den Markt kam.

Da muss ich doch glatt mal den Backkatalog der Bands austesten*.

*... Anmerkung: und da gibt es definitiv einiges zu entdecken. Ich sag nur "Komplett im Arsch" mit dem "Alkohol heilt alle Wunden" sowie "In der Kneipe zur trockenen Kehle". Na, dann mal Prost.

3,7 Promille ... ähhh ... Punkte.

27. Dezember 2019 By Thorsten
Tough magazine



Crazy United

Was erwartet man von einer Platte die "Rattendisco" getauft wurde und auf der sich ASSELTERROR (was ein furchtbarer Name) und EXKREMENT BETON (geht es eigentlich noch schlimmer?) austoben? Ich für meinen Teil nicht viel, was aber auch bedeutet, dass man nicht enttäuscht werden kann. Der Fairness halber versuche ich also völlig neutral an die Sache ran zugehen und lausche gespannt den 12 Tracks. Wie zu erwarten, rumpelt und scheppert es allerdings an allen Ecken und Enden. Für meinen Geschmack ein wenig zu viel, etwas mehr Soundqualität hätte den Songs gut getan. Denn teilweise schimmern ganz gute Melodien durch, die sich mit drei acht im Kessel schön mitgrölen lassen würden.

Bis auf den Gesang unterscheiden sich die Bands kaum, und aus meiner Sicht gibt es keinen klaren Gewinner. Die Scheibe kommt als Vinyl Version limitiert auf 327 Stück (in verschiedenen Farben) und dürfte ihre Abnehmer in Fankreisen der Bands und vielleicht ein wenig darüber hinaus finden. Wer was mit polterndem Deutschpunk anfangen kann, ist hier gut aufgehoben.

Note: 3-

24. Dezember 2019 By East Side Daniel
Crazy United



Schafe Schüsse

Punkerdisse (im Sinne von Disco-Pogo; an dieser Stelle liebe Grüße an Die Dorks) mal anders. Die bereits bekannten Exkrement Beton servieren (dank des Supports durch das Berliner Labels Anarchy Of Sound Records) neue "Ohrenschmeichler" für zukünftige Punkerfeten oder sonstige Abrisse und haben sich dabei mit ihren Stilkollegen von AsselTerror verbrüdert, um eine Split-Scheibe klarzumachen, die offiziell erst Anfang 2.020 erscheint, aber bereits bestellbar und versandfertig ist, lt. Labelinfo.

Die bislang noch nicht hier besprochenen AsselTerror entstammen übrigens dem mittelsächsischen Lunzenau und asseln dort bereits seit 2.012 mit ihrem "Schlagerpogo" als "the best Punkband in the City of your Hood!" durch das ca. 4200 umfassende Städtchen. Aus Berliner Sicht quasi Punk vom Land, aber dennoch kein unwichtiger Baustein im "Punk's Not Dead" Gefüge.

Und damit kommen wir direkt zu dieser Split Vinyl, mit einer auf 327 Stück limitierten Vinylauflagenstärke (in Klar-Gelb, Klar-Violet, Klar-Gelb-Violet Splatter und nur 10 Stk. in klassischem Schwarz), die den roh-aggressiven KellerPunk zutage befördert wie die letzte Schnapsnase, die irgendwo in der Ecke auf der Party weggepennt ist.

EXKREMENT BETON eröffnen die A-Seite mit "Hau ab" (Track 1) und legen schön ruppig rohen Punk hin, der zeitgemäß produziert auch soundmäßig Bock macht. Dieser Opener passt wie die Faust in die Realität, wer kennt es nicht, dass man sich von der Dame des Spike-Herzens beschissen/belogen fühlt und keinen Bock mehr auf halbgare/leerherzige Ausreden hat. Solche Art Dramen hat wohl jeder schon mindestens einmal am Rande einer ausdehnten Party (oder auf eigenen Wegen) oder eines Kneipenbesuches miterlebt. Auch "Keine Therapie" (Track 2) bleibt in dieser eingetakteten Drehe und lässt auch hier zwischenmenschliche Enttäuschung(en) durchblicken. Dieses Mal widmen sich Exkrement Beton der abghakten, halbherzigen Freundschaft. Exkrement Beton machen mir auf dieser Scheibe um Längen mehr Spaß als bereits auf dem 2.017er Release "Komplett im Arsch". Mit "Sag' mal wirklich" (Track 3; Anspieltip I) kommt dann auch der erste potenzielle Ohrwurm, der diversen Themenfeldern aus dem Gesellschaftsfeldern den Mittelfinger entgegenstreckt, und auffordert nicht alles durchzuwinken, was das Leben so alles ins Blickfeld kotzt. Starker (thematischer) Song!

Von der Spielart her gestaltet sich die musikalische Kost zwar auf eher einfachem Level, aber das gehört nun einmal zum Punk dazu. Anspruchsvolle Prog-Virtuosen-Kost findet man eher im Metal oder u. a. bei den eingangs erwähnten Dorks. Auch "Königskinder" (Track 4) bleibt musikalisch in diesen Spielbahnen, geht thematisch fast schon schon in Richtung Lovesong und wirft zu aller Überraschung dann doch noch ein unvorhersehbares Gitarrensoli in den Raum, das dieses Stück auch abschließt wie die vielgerühmte Zigarrette danach. Einen "Nie wieder Alkohol" (Track 5) betitelten Coversong (* Original von AsselTerror) nimmt man Exkrement Beton natürlich kaum ab, sofern man denn bereits deren frühere Werke kennt. Vom Sound her erinnern mich Exkrement Beton stimmlich ein wenig an ganz frühe The Idiots Sachen. Ansonsten könnte das Stück gut gern auf einer Neuauflage der "Kampftrinker Stimmungshits" stehen.

Den Schlußpunk-t setzt das Punkroiber Cover "Arschlecken" (Track 6; Anspieltip II) bei dem ich immer wieder (stimmlich) im Refrainteil an Stumpen von Knorkator denken muss. Schöne Nummer haha.

Zeit für die B-Seite und ASSELTERROR, die mit "Seelenfänger" (Track 7; Anspieltip III) durchstarten. Hier handelt es sich allerdings um keine OHL Coverversion des gleichbetitelten Stückes. Allein schon der extrem räudige Klang der Stimme hat ein Alleinstellungsmerkmal inne und dürfte so manchen SchleimKeim Fan in Verzückung bringen. Der angenehme-, im Vergleich zur A-Seite etwas rumpeligere Sound, der an alte Kassettenmitschnitte erinnert, kommt dabei sehr sympathisch und stiltreu. Auch "Der Trinker" (Track 8) bleibt soundmäßig in diesem Drive. Umso interessanter kommt das Vorkriegsjugend Cover "Punkrock Ausverkauf" (Track 9; Anspieltip IV) bei dem AsselTerror (abgesehen vom Gesang) recht nah an der Originalversion bleiben und sogar noch einen Ticken pogofreudiger wirken.

Schon vom musikalischen Beginn her sticht "Rattenschiff" (Track 10; Anspieltip V) klar hervor und weiß sogar mit Clubpartynähe zu bestechen. Mit anderen Worten, dieses Stück sollte jeder Kneipen-/Party DJ aus dem Punk/Punk Rock Dreh unbedingt auf dem Schirm haben, denn hier geht derbe gut was! Asselterror werden ihrem Namen damit mehr als gerecht und werden auch den letzten Assel/CrustPunk nicht nur mit diesem Stück Löcher in die Socken tanzen/pogen lassen. Da passt das wieder kloppigere "Geldgeiles Schwein" (Track 11), bei dem wieder 'ne Schippe mehr Attitüde rausgerotzt wird, recht gut ran. Nach hinten raus variieren AsselTerror hier auch etwas mehr, was ihnen echt gut zu Gehör steht.

Zum finalen Absch(l)uß wird die Exkrement Beton Coverversion des Ska-igen "Trinkerlied" (Track 12) serviert, das mich vom musikalischen Grundgerüst stellenweise an eine ganz bestimmte Band erinnert, aber das findet Ihr ggf. selbst raus.

Insgesamt gehört kommt diese Split Vinyl großartig! Ich jedenfalls bin verzückt von so viel sympathischen Dreck unter den Nägeln dieser Scheibe. Es gibt ihn also noch, diesen authentischen Underground-Sound der Tage, die schon in verdammt weiter Ferne liegen. :)

P.S.: Klare Booking Empfehlung an sämtliche Punkfestivals, die es noch gibt! Resist To Exist?!

9,0/10 Schafe Schüsse

14. Dezember 2019 by Danny B
Schafe Schüsse






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