Anarchy of Sound Records
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Reviews Exkrement Beton - Eine Kleine Scheisse



Ugly Punk

Nun komme ich also auch mal in den Genuss, mir was von dieser Band mit dem lustigen Bandnamen anzuhören. Man hat ja schon so einiges gelesen, aber bisher hat es kein Lied an meine Ohren geschafft. Mit dem zweiten Album, das in nur 4 Tagen aufgenommen und abgemischt wurde, hat sich das nun geändert.

Fünfzehn Songs befinden sich auf der Scheibe, die sowohl als CD, als LP und auch als Tape erhältlich ist. Allerdings sind auch viereinhalb Coverversionen sowie das Einspieler-Intro mit eingerechnet. EXKREMENT BETON spielen einfachen Deutschpunk mit der ein oder anderen Melodie einschließlich Mitgröl-Part. Alles recht simpel strukturiert, aber eingängig. Allerdings könnte der Gesang manchmal etwas engagierter sein. Soweit so gut. Die Texte sind leider des Öfteren sehr pubertär ausgefallen. Bei Songtiteln wie "Genmanipulierter Klonhodensack" oder Textzeilen wie "Letzte Woche hab ich auf der Straße eine fette Frau gefistet..." weiß man manchmal nicht, ob man lachen oder weinen soll. Man schafft es fast mühelos, andere einschlägige "Spaß-Kapellen" zu unterbieten. Natürlich kommen dabei auch infantile Trinklieder nicht zu kurz. Aber es geht auch anderes, wie zum Beispiel im Song "Ich lache", der mir sehr gut gefällt. Das sind dann aber auch Ausnahmen. Kommen wir zu den geklauten Songs: Die beiden Coverversionen von FEHLGEBURT kann man als sehr gelungen bezeichnen, während die beiden SCHLEIMKEIM-Cover doch etwas arg bemüht sind.

Der Album-Titel bringt's dann auch ganz gut auf den Punkt. Viel Fäkalhumor, der sicherlich nicht jedermanns Sache ist, Sauf-Lieder und solide Deutschpunk-Songs. Trotz der peinlichen Texte aber irgendwie sympathisch. Niveau sucht man hier jedenfalls vergeblich.

27. November 2014 By Mirko



Wahrschauer

Aua aua - eine Band mit diesem Namen und CD-Titel.. dabei kann es sich nur um debil-deutschen Ostpunk mit ausgeprägter Pippi-Kacka-Pimmel-Mumu-Titten-Manie handeln. Jawohl, die Band stammt tatsächlich aus Brandenburg, singt (auf deutsch) über genmanipulierte Klonhodensäcke, A.I.D.S., Hautkrebs und diverse anderen Leckereien und schrabbelt dazu in bester DeutschPunk-Manier der 90er Jahre. Das ist zwar nicht ernst zu nehmen (was die Band selbst übrigens auch nicht tut!), hat aber einen gewissen Unterhaltungswert, und das Klassenziel, nämlich das künstlerische Niveau der mächtigen KASSIERER zu unterbieten, ist ziemlich eindeutig gelungen. Im Abschlusszeugnis sollte die Combo als "die Streber der niedrigen Instinkte" bezeichnet werden.

Oktober 2014 By SMARTIE!



Moloko Plus

Exkrement-Beton? Vor einiger Zeit wurde ein Output von "Operation Semtex", deren Bandname nach eigener Auskunft der Kunst des passantennahen Sprengens von Hundehaufen mittels China-Böllern entstammt, hier bei Moloko äußerst wohlwollend besprochen.

"Vorstadt Anekdoten" entpuppte sich als erstaunlich gutes Album einer überraschend guten Band. Auf einen solchen Überraschungseffekt hoffte ich auch bis zuletzt bei Exkrement-Beton, aber "scheissweit" gefehlt.

Texte im Umfeld von Sexual-, Alkohol- und Fäkalhumor, wobei Exkrement-Beton primär letzteres bedienen, haben durchaus eine heere Tradition ("Suhl, suhl, suhl, hier kommt der Stuhl") und können funktionieren, wenn sie einem in gemäßigter Form mit Wortwitz, Selbst-Ironie und gekonnter musikalischer Untermalung a la Lokalmatadore dargeboten werden.

Die Combo aus Brandenburg, die von sich selbst behauptet "niedere Instinkte" zu bedienen plant jedoch das Genre des Fäkal-Punk mit einfachen Mitteln von hinten(!) aufzurollen. Instinkt? Seit wann ist Fäkal-Fetischismus ein Instinkt? Nennen wir es "Peversion", von Menschen die ihre erste Wärme durch eine frischgeschissenen Kackebatzen erfahren haben.

Die 15 Kot-Häppchen die mir hier serviert werden, mögen mir, einem Menschen, der auch früher in der Videothek noch nie in den "Tatort Toilette"-Bereich abgebogen ist, somit nicht so recht schmecken. Das ist mir alles zu schlicht, textlich wie musikalisch.

Lediglich als "ausmisten" auf "fisten" gereimt wurde, wollte mir ein kurzes, gequältes Schmunzeln über das Gesicht huschen. Und ein Titel über Hautkrebs? Gute Idee. Hätte eine zynische Abrechnung mit Schönheiten werden können, die sich jahrelang auf Malle und unter der Höhensonne haben durchbrutzeln lassen und jetzt nur noch hin und wieder einen Schuss Lederpflege benötigen. Das wäre geiler Punk gewesen! Wenn sie es irgendwie besser gebracht hätten...

Das traurige Schicksal der "kleinen Scheisse" die unbeachtet am Wegesrand liegt und von niemanden angefasst werden will, löst ebenso nicht gerade Krokodils-Tränen aus. Vielleicht wäre es für sie die letzte erlösende Weihe gewesen im richtigen Augenblick "gesemtext" zu werden.

Auf der Haben-Seite bleiben ein kurzes Schmunzeln, eine brauchbare Songidee und mit "Ich lache" eine einzige halbwegs brauchbare Nummer. Zuwenig für 3 Punkte.

02.11.2014 By Bonzo



bierschinken.net

Yeah! Endlich wieder intelligenter, deutschsprachiger Punkrock der Marke Turbostaat, Dackelblut oder auch Pascow!

Die Musik frickelt ordentlich und die Texte werden kryptisch und nicht immer verständlich, gelegentlich sehr emotional herausgewürgt.

Nun, sehr verehrter Bierschinkenleser, wenden sie die ersten beiden Absätze dieser Rezi in das Gegenteil um und belassen sie nur das Wort "Punk" unverändert.

Diese Scheibe ist politisch inkorrekt wie Sau, es wird mit Fäkalien nur so um sich geschmissen und es rumpelt, dass es eine wahre Freude ist!

Kostproben:

"Hautkrebs! Jetzt habt ihr alle Hautkrebs!" (Track 3)
"Mit einer Krankheit die du niemals mehr vergisst und die dir Löcher in den Hodensack reinfrisst!" (Track 4)
"Letzte Woche hab ich auf der Straße eine fette Frau gefistet!" (Track 5)

Noch nicht genug!? Dann höre dir, sehr verehrter Bierschinkenleser, noch den absoluten Überhit "Eine kleine Scheiße" oder besser noch das ganze Album an.
Ganz klare Empfehlung für alle Freunde des Untergürtelliniehumors und der politischen Inkorrektheit!
Ach ja, Covers gibt's auch noch: Zwei von "Schleim-Keim" und zwei von "Fehlgeburt".

Was für ein Opus!

September 2014 By Kabl



Underdog Fanzine

Abgründe der Triebe und Liebe. EXKREMENT BETON sind derbe, roh skizzieren abstruse Alltagsnormalitäten, die jeder Spießersau einen Herzinfarkt beschert, Omas den Regenschirm zu non-verbalen Drohgebärden in die Luft fuchteln lassen und an die Urinstinkte appelliert: Saufen, Lästern, Beleidigen, Provozieren. Provokation eines Selbstverständnisses, das in der Lebensweltorientierung überzeugt davon ist, die naturalistische Perspektive auf sich selbst zu beziehen. Mit dem Ergebnis, dass Bier wertvoller ist als Deutschland, das die Ebene des Verstandes nicht immer die gesellschaftlichen Normen erlangt. EXKREMENT BETON haben keinerlei Interesse für sittliches Handeln, formulieren eher den kategorischen Imperativ: Nutze alle deine Chancen, zeige Eier und sei unschlagbar. Mit KASSIERER-Humor, SCHLEIM-KEIM- und FEHLGEBURT-Cover vervollständigt EXKREMENT BETON die theoretische Philosophie, wie Punk Eier zeigen kann, ohne Maßstäbe für Gut und Böse zu setzen. Jenseits davon erklingen 3 Akkorde im Schweiße ihres Angesichts. Ein Geschenk oder eine Zumutung? Niedriger Instinkt oder hohe Kreativität? Nun, im Wirkungskreis der eigenen Fähigkeiten, vermittelt die Combo, wie Routine ohne jedwede Horizonterweiterung glücklich machen kann. Dilettanten olé!

30. September 2014

Skrutt Magazine

A group that sings in German and it seems as if they are a bit of fun punk a'la Toy Dolls but not quite the same melodies, etc. But they sings in German and only that is a plus as you know, when it comes to the reviews on this website. The 15 songs are all fast-paced and like I said they seem to have fucking fun while doing music but I was hoping for a little more seriously than that. Although I think it's nice that bands are having fun and the audience likes for sure they do a gig with Exkrement Beton, but it may not be quite what I thought it would be but happy punk rock is it anyway and with songs that are easy to sing along to. Though one can not German. 2/10 - 2014

Oktober 2014





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